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MICHAEL PISARO: CONCENTRIC RINGS
IN MAGNETIC LEVITATION

CROWDFUNDING KAMPAGNE

Concentric Rings in Magnetic Levitation is an hour long composition by Michael Pisaro, written for three musicians playing live and pre-recorded piano, percussion, sine waves, tape machines, various objects and found sounds, and comprised of fourteen interdependently moving layers of musical material. This multifaceted work creates a world within a world, a semblance of a naturally occurring environment within a performance space, in which both aesthetic and emotive sound qualities are elegantly balanced, glacially moving through time. We are looking to produce a recording that will similarly transform a space within which it is played, with an evolving and engaging sound environment.” Assaf Gidron

Die Aufnahme mit Teodora Stepancic, Assaf Gidron und Martin Lorenz findet Ende August in Zürich statt. Wir freuen uns über alle Unterstützung unserer Crowdfunding Kampagne auf indiegogo.

 

 


LUC DÖBEREINER: COMPRESSION

A SOUND INSTALLATION FOR WEBBROWSERS

Compression  ist eine Klanginstallation für Web-Browser. Unter Verwendung der Audio-Systems (eingebaute oder externe Mikrofone und Lautsprecher) der Hörer kreiert es Klang durch einen Prozess, der auf den Eigenheiten der akustischen Umgebung und des technischen Aufbaus der Hörer basiert.Compression ist einerseits losgelöst von jedem spezifischen Ort und verwendet andererseits die konkrete Klangumbegung und ihre Bedingungen als materielle Grundlage und ist somit trotzdem ortsspezifisch. Die Ideen des Ortes und des akustischen Raums nehmen in der Installation verschiedene Rollen ein: Sie sind im Signalnetzwerk als Filter eingebunden. Sie öffnen den Klangsyntheseprozess und führen ein Element jenseits der kompositorischen Steuerung ein. Raum ist somit sowohl der Andere des Prozesses – sein Außen – und ein innerer Teil des Signalnetzes. Außerdem fungiert er als eine Art von Spiegel, ein Anderes, durch den der Prozess seinen eigenen Output analysiert und auf sich selbst reagiert während er im Raum wiederklingt.

Während die Installation Filter, Delays, Waveshaping und Ringmodulation verwendet, ist Dynamikkompression eines der wesentlichen Merkmale des gesamten Klangsyntheseprozesses, der links in einem vereinfachten Signalflussdiagramm dargestellt ist. Kompression wird hier in verschiedenen Formen, auf verschiedenen Zeitebenen und in Verbindung mit Spektralanalyse und Filterung verwendet. Ein leitendes Grundprinzip bei der Verwendung von Dynamikkompression ist hier die Verstärkung schwacher Teile des Spektrums, dass heißt inexistente oder verschwindende Elemente zur Existenz bringen. Das Grundprinz der (musikalischen) Form ist hier die Idee, das zur Erscheinung zu bringen, was nicht ist, das heißt dem Inexistenten eine maximale Intensität der Existenz zu geben. Dieses Prinzip hat die ständige Schaffung klanglicher Situationen und klangfarblicher Gesten und Artikulationen zur Folge.

Darüber hinaus kreieren Delays mit variablen Delay-Zeiten und das Ein- und Austreten von verzögerten Stimme ein plastische Zeitlichkeit in der räumliche, klangfarbliche und gestische Aspekte sich ineinander verwandeln. Compression ist weniger als Komposition konzipiert – obwohl sie nach musikalischer Artikulation strebt – oder als gegenständliche Arbeit, sondern eher als prozedurale und materielle Operation, die einen Ort entortet.

RELEASE: 12. NOVEMBER 2015